Betriebsausgaben

Abgrenzung Betriebsausgaben / Privatausgaben:
Damit  Aufwendung oder Ausgaben von Seiten der Finanzverwaltung als Betriebsausgaben anerkannt werden, müssen diese durch den Betrieb veranlasst sein. Sofern Aufwendung oder Ausgaben im privaten Interesse des Unternehmers liegen, handelt es sich um steuerlich irrelevante Privatausgaben.

Eine betriebliche Veranlassung liegt dann vor, wenn die Aufwendungen / Ausgaben

  • objektiv im Zusammenhang mit einer betrieblichen Tätigkeit (Einkunftsquelle) stehen und
  • subjektiv dem Betrieb zu dienen bestimmt sind oder den Steuerpflichtigen unfreiwillig treffen und
  • nicht unter ein steuerliches Abzugsverbot fallen.

Nicht zu prüfen ist grundsätzlich die Angemessenheit, die Wirtschaftlichkeit, die Zweckmäßigkeit oder die Notwendigkeit einer Ausgabe (ausgenommen bei bestimmten Aufwendungen, die einer Angemessenheitsprüfung gem. § 20 Abs. 1 Z 2b EStG 1988 unterliegen). Unangemessen hohe Aufwendungen können jedoch ein Indiz für die private Veranlassung sein.

vorweggenommene | vergebliche | nachträgliche Betriebsausgaben:
Betriebsausgaben können vor Beginn bzw. nach Aufgabe einer betrieblichen Tätigkeit anfallen. Sogar wenn es zu keiner Betriebseröffnung kommt, können die vorweggenommenen Betriebsausgaben steuerlich berücksichtigt werden. Die Absicht der Betriebseröffnung ist jedoch durch geeignete Unterlagen nachzuweisen z.B. Businessplan.

Aufwendungen, die nach Beendigung des Betriebes anfallen, sind bei Vorliegen eines Zusammenhanges mit der ehemaligen Tätigkeit als nachträgliche Betriebsausgaben abzugsfähig.

Nachweis der Betriebsausgaben:
Auf Verlangen der Finanzverwaltung müssen die geltend gemachten Aufwendungen dem Grunde und er Höhe nach nachgewiesen oder wenigstens glaubhaft gemacht werden (§ 138 Abs. 1 BAO).

Hier ein paar Betriebsausgaben: